Polier Dein Image – so sieht das aus. 1 von3

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Deine Image Broschüre, so sieht sie aus.
Wenn Du Dir noch nicht klar darüber bist, warum eine ImageBroschüre anstelle einer Bewerbungsmappe (egal ob als Print- oder PDFAusgabe), eine individuellere Präsentation Deiner Fähigkeiten, Talente und Qualifikationen ist, dann lies bitte diesen Blogartikel.

Du erstellst jetzt eine Image Broschüre (in der Regel im Word Dateiformat und dann als PDF), die dem Leser oder der Leserin ein möglichst vollkommenes Bild Deiner facettenreichen Qualifikationen und Fähigkeiten vermittelt.

Hast Du schon mal eine Image Broschüre gesehen? Bestimmt.

Wenn Du eine postalische Adresse hast, dann findest Du in regelmäßigen Abständen in Deinem Briefkasten eine Image Broschüre eines schwedischen Möbelhauses. Na gut – das ist mehr ein Katalog, aber die Funktionen einer Image Broschüre werden perfekt dargestellt.

Was zeichnet eine Image Broschüre aus?

  1. Form

  2. Material

  3. Farbe

  4. Logo

  5. Layout

  6. Typografie

  7. Verpackung

  8. Bilder

  9. Deckblatt

Tja, da staunst Du.

Und mit Verlaub, wenn Du die Image Broschüre des schwedischen Möbelhauses durchgeblättert hast, dann hast Du eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber diesem Möbelimperium.

Du bist neugierig, besuchst ein Möbelhaus und siehe da, Deine Erwartungshaltung wird bestätigt und Dein Vertrauen in das Möbelhaus wächst.

Das ist Marketing at ist best!

  • Übernehme diese Idee.

  • Mach dir diese erfolgreiche Strategie für Deine persönlichen Zwecke zunutze.

  • Hör auf das Rad neu zu erfinden.

Was hindert Dich, diese Überlegungen einmal auszuprobieren?

Nichts – außer Deiner persönlichen Einstellung.

Mach einfach folgendes:

Trau Dich und folge meinen Schritten. Wenn es Dir nach 1 Woche nicht gefällt, vergiß es. Du bist der Schmied Deiner Karriere.

Meinen Seminarteilnehmern geht es genauso wie Dir und nach 3 Tagen fragt sich jeder und jede:“ Warum habe ich das nicht schon früher gemacht. Endlich sieht meine Image Broschüre so individuell aus wie meine Nase im Vergleich zu allen anwesenden Nasen im Raum“.

1. Die Form

Die meisten Bewerbungsmappen sind DIN A4 Hochformat.

Auf die Frage an meine Seminarteilnehmer warum das alle so machen kommt die spontane Antwort:“ Das ist Normal.“

  • Ist Normal richtig?

  • Schafft Normal außergewöhnliche Ergebnisse?

  • Stelle ich mich mit Normal individuell dar?

Im Wort „Normal“ steckt der Begriff „Norm“. Normal bedeutet also erstmal nichts anderes, als das es eine gewisse Norm gibt, die die meisten Menschen anwenden.

Ob diese Norm bei Deiner Bewerbung richtig oder falsch ist, wird nicht hinterfragt.

Warum verbrennen wir keine rothaarigen Frauen mehr?

Im Mittelalter war das normal, soll heißen, die Mehrheit der Bevölkerung fand das damals sinnvoll. Heute findet man diese Art des damaligen Hexenwahns widerlich und abstoßend.

Warum wird ein Rohrstock nicht mehr als probates Erziehungsmedium verwendet?

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts war das normal, soll heißen, die Mehrheit der Bevölkerung fand das damals sinnvoll. Heute findet das die Mehrheit der Bundesbürger widerlich und abstoßend. (Einige Unverbesserliche wünschen sich diese Erziehungspraxis wieder zurück. Das ist aber zum Glück nicht die Mehrheit)

  • Was alle machen muss nicht richtig sein!

  • Lass „Normal“ nicht gelten.

  • Was immer Du tust bei der Erstellung Deiner Imagebroschüre. Du solltest es aus Deiner Perspektive begründen können.

Mein Tipp.

Benutze die hochkantige DIN A4 Form weiterhin. Warum?

Hochkant Image Broschüren verbrauchen als Mappe wenig Platz auf dem Schreibtisch, lassen sich gut stapeln und passen in jede genormte Ablage.
Das gilt genauso, wenn Deine ImageBroschüre als PDF ausgedruckt wird.

Image Broschüre 2. Das Material (bei einer Printversion Deiner ImageBroschüre)

Versetz Dich bitte in folgende Situation.

Du hast die 75. Bewerbungsmappe durchgeblättert und greifst zur 76. und – Du stutzt.

Was ist passiert?

Während sich 75mal immer das gleiche Gefühl eines labbrigen 80Gramm Kopierpapier einstellte, macht es beim 76. Mal – B i n g o.

Deine Finger berühren ein samtiges Papier das etwas schwerer in der Hand liegt und Dich aus Deiner lethargischen Gefühlswelt reißt.

Diese haptische Wahrnehmung signalisiert Dir etwas Besonderes, Außergewöhnliches und Gutes.

Das Material schafft einen direkten Zusammenhang zur Qualität des Bewerbers und natürlich der Bewerberin.

Mein Tipp:

Maximal 90Gramm Papier.

Kein Kopierpapier (das scheint durch und fühlt sich minderwertig an).

Gehe in eine Druckerei und lass Dir unterschiedliche Papiere zeigen.

Ich nehme immer gerne satiniertes 80Gramm Papier. Fühlt sich gut an und macht einen professionellen Eindruck. Das ist aber, wie gesagt, Geschmackssache. Begründe für Dich Deine Papierwahl.

Das Deckblatt kann etwas stärker sein als die übrigen Blätter – muss es aber nicht.

3. Die Farbe

Bisher hätten wir keinen PC gebraucht. Jetzt wird’s bunt und ein Vorteil der neuen Technik wird genutzt.

Ich sehe das Entsetzen in Deine Augen.

Wie, mit Farbe arbeiten. Was soll das denn?

Warte ab, es kommt noch „schlimmer“.

Aber jetzt zur Farbe.

Aaachtung: Farbe heißt nicht rote Schrift auf blauem Papier. Da hilft selbst das Hinzufügen einer Sonnenbrille nichts. Der Personalentscheider bekommt Augendiarrhoe und das wirkt sich logischerweise negativ auf Deine Person  aus.

Farbe wirkt direkt auf die Gefühlswelt Deines Gegenübers. In Deinem Fall weißt du nicht, wer Deine Image Broschüre liest und es ist und kann Dir auch egal sein.

Was Dir nicht egal ist. Du willst den Leser emotional packen. Und ich verrate Dir eine Erkenntnis aus meinen Kommunikationsseminaren.

Jeder Mensch empfängt Botschaften zu 1/3 über den Kopf, also Verstandesmäßig und zu 2/3 über den „Bauch“, also über das Gefühl.

Die 2/3 Wahrnehmung über die Emotionen passieren unterhalb der Wahrnehmungsebene. D.h. in den meisten Fällen weiß der Mensch gar nicht, warum er sich dafür oder dagegen entschieden hat.

Du hast also eine Wahrnehmungsebene in der Hand die Dir zum Vorteil gereicht.

Gefällt dem Personaler Deine Farbe nicht, dann hast Du in der Regel schlechte Karten und das ist auch gut so. Denn wenn dem Menschen nicht mal Deine Farbe gefällt, wie sieht’s denn dann mit Deiner Person aus etc.???

Du besitzt also eine sehr gute Möglichkeit der Selektion.

Wenn Du Farbe benutzt, dann tue es dezent (siehe Augendiarrhoe). Auch farbiges Papier wirkt auf die emotionale Wahrnehmungsebene Wunder.

Beispiel Gelb oder Rot oder Blau.

Nutze immer den Hauch einer Andeutung dieser Farben. Nie kräftige Farben als Hintergrund.

Bei dezenten Hintergrundfarben wirkt die Schriftfarbe schwarz sehr unterschiedlich aber immer sehr intensiv.

Der PC ist ein hervorragendes Medium, um alles auszuprobieren.

Probieren geht über studieren.

Wenn Du diese kostenlose Möglichkeit nicht nutzt, dann kann ich Dir nicht helfen.

Hast Du schon einmal Erfahrung mit leicht grauem Papier gemacht?

Hui – das kommt richtig professionell rüber und die schwarze Schrift wirkt einfach enorm edel.

Keine Angst vor der  Ausführung. Ich habe einige Beispiel parat, die Dir die Angst und den Schrecken vor der Farbe nehmen. Im nächsten Kapitel kommen wir darauf zurück.

  • Wähle Deine persönlichen Lieblingsfarben. Finde auch hier ein Antwort auf die Frage: „Warum nehme ich diese Farbe“

  • Benutze nicht die Farben der Firma, bei der Du dich vorstellst. Du hast keine gespaltene Persönlichkeit, also solltest Du bei Deiner individuellen Überzeugung bleiben.

  • Mit Farbe hebst Du Dich wohltuend und individuell von Deinen Mitbewerbern ab.

Hier gehts zum nächsten Blogartikel, mit den Inhalten

  • das Logo

  • das Layout

  • die Typografie

 


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Über den Autor:

Seit 1992 • kompetenter Marketingexperte (Kundenmarketing), • eloquenter Beziehungsmanager (Personalberater) • motivierender Seminardozent und • erfahrener Karriere Marshal. Wenn Du Deine Qualifikationen authentisch, kreativ und leidenschaftlich zum Nutzen eines Unternehmens anbieten willst, dann gib den entsprechenden Suchbegriff in der Blog-Suche ein.

Kommentare

  1. Petra Ahrensdorf  November 5, 2019

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, frisch im Ausdruck, klare wertvolle Tipps zur Umsetzung und wenn ich nicht schon selbstständig wäre, hätte ich fast Lust, sofort eine Image Broschüre anzufertigen. 😉

    Allerdings gelten diese Tipps im übertragenen Sinne auch für allgemeine Lebens- und Gesprächssituationen, in denen wir uns ebenfalls als Individuum begreifen sollten und uns nicht um jeden Preis angleichen und damit unsichtbar machen sollten.

    Schön, dass hier auf die sogenannte „Normalität“ eingegangen wurde. Das spricht mir aus dem Herzen.
    Ich helfe Frauen dabei, ihre Strahlkraft (wieder) zu erlangen und sie von innen nach außen zu bringen … für wirksame Sichtbarkeit im Beruf und Privatleben. Und genau da spielt das Begreifen und Erkennen der Einzigartigkeit jedes Menschen eine große Rolle, weg von dem über Generationen gelernten Anspruch „normal zu sein“..

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