Wer bin ich bei der Vorstellung?

Neulich im Supermarkt.

Wo immer Du als Käufer oder Käuferin auftauchst – Du hast nie dasselbe Gefühl, das Dich bei einem Vorstellungsgespräch oder Fachgespräch gegenüber der Personalabteilung beschleicht.

WARUM nur W A R U M ???

Vorstellung: EGGO, ICH und Kind-ICH

  1. Das ICH oder Ego muss permanent Entscheidungen treffen.
    Je entscheidungsfreudiger das ICH sozialisiert wird, desto lösungsorientierter wirst Du.
  2. Das ÜBERICH (oder Erwachsenen-Ich) ist das Produkt Deiner Erziehung.
    Durch die Art dieser Prägung ist Dir immer bewusst, was Du tun sollst und wie Du sein sollst. Das sind die gesellschaftlichen und kulturellen Einflüsse und Werte, mit denen Du groß geworden bist.
  3. Das LUSTPRINZIP oder ES (oder Kind-Ich) ist der biologische Bereich in Dir.
    Dein ES oder LUSTPRINZIP richtet sich nach Deinen Bedürfnissen, Motiven, persönlichen Bedürfnissen und ist der Ausdruck Deines menschlichen Verlangens.

Alles verstanden? Sehr gut, dann habe ich noch ein Beispiel zu Deinem Dreiklang ÜBERICH – ICH – LUSTPRINZIP.

Es ist 6:30 Uhr. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die Verkehrsgeräusche aus der Ferne signalisieren den beginnenden Tag. Da läutet Dein Wecker und reißt Dich aus den schönsten Träumen.

Kaum bist Du wach beginnt ein Tag voller Entscheidungen.

Der Wecker hat geklingelt, Dein ÜBERICH meldet sich mit einer inneren Stimme zu Wort: „Steh auf, sonst kommst Du zu spät, dann meckert der Chef und Deine mögliche Gehaltserhöhung kannst Du in den Wind blasen“. – „Oho“, lamentiert das LUSTPRINZIP, „in der letzten Woche hast Du Dein Soll übererfüllt und da kannst Du Dir jetzt noch ein paar Minuten unter Deiner kuscheligen Bettdecke gönnen!“

Und diese Entscheidungsphasen setzen sich über den ganzen Tag fort.

  • Zum Frühstück Tee oder Kaffee?
  • Welche Kleidung für den Tag?
  • Welchen Weg zum Büro?
  • Welche Aufgabe zuerst anpacken?
  • Was zu Mittag essen?
  • Welches Brot einkaufen?
  • Bargeld oder EC-Karte?

Wie viel Entscheidungen Du pro Tag triffst ist noch nicht abschließend geklärt. Manchmal scheint das Leben ein endloses Herumirren in einem Wald von Möglichkeiten zu sein.

Kommen wir wieder an unsere Käsetheke im Supermarkt und schauen uns folgende Grafik an.

Du kommst authentisch, kreativ und leidenschaftlich an die Theke mit dem Bewusstsein: „Jetzt will ich mir mal was gönnen“

Mit dieser inneren Einstellung bewegst Du Dich auf den Verkäufer im ÜBERICH-Modus zu.

Dieser ÜBERICH-Modus vermittelt Dir das Gefühl: „Ich habe die Szene im Griff, ich weiß was ich will, ich kenne mein Ziel etc.

Der ÜBERICH-Modus kann nun vom Verkäufer verstärkt oder kompensiert werden.

Ist der Verkäufer ebenso souverän wie Du, dann geht er freundlich auf Dich zu, zeigt Interesse für Deine Wünsche, fragt kompetent nach Deinen Wünschen und gibt qualifizierte Auskünfte.

Im gleichen Augenblick dieser dramaturgischen Inbesitznahme des Dialogs schwindet Dein ÜBERICH-Modus und im besten Sinne begegnet Ihr Euch jetzt auf Augenhöhe nämlich im beiderseitigem ICH-Modus.

Zusammengefasst:
In dem Augenblick, in dem ihr auf Augenhöhe oder im ICH-Modus kommuniziert oder Euch begegnet, erweist Ihr Euch gegenseitigen Respekt, wechselseitige Achtung und Anerkennung.
Du hörst Deinem Gegenüber interessiert zu und im besten aller Fälle gehst Du schlauer aus dem Gespräch raus, als Du rein gegangen bist.

Das liegt vereinfacht nur an dem Phänomen Deiner Einstellung zu einer Situation.

Ob Du zum Personaler gehst oder zum Käseverkäufer.
Die Methode ist absolut gleich.
Was sich ändert ist Deine Einstellung zur Situation.

Deswegen:

  • Dein Ziel ist nicht der Arbeitsvertrag
  • Beherrsche die Dramaturgie des Vorstellungsgespräches.
  • Mit 5 Antworten hast Du schon gewonnen.
  • Sorge für eine positive Stimmung.
  • Die Personalabteilung kauft am liebsten von Siegern.
  • Beweise durch Fragen (und nur durch Fragen) Deine Kompetenz.
  • Verschaffe Dir beim Abgang den entscheidenden Eindruck.
  • Lege nach und stelle eine langfristige Beziehung her.

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Mit Worten beginnt fast alles.

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