Immer wieder erlebe ich es in meinen Coachings: Menschen grübeln – oft stundenlang. Sie drehen sich gedanklich im Kreis, analysieren jede Kleinigkeit und finden doch keine Lösung. Stattdessen wachsen die Zweifel, Sorgen nehmen Überhand, und nicht selten raubt ihnen das Grübeln sogar den Schlaf.
Vielleicht kennst du das auch? Du denkst über ein Problem nach, suchst nach Antworten – doch je mehr du grübelst, desto weniger kommst du voran. Und genau das ist das Problem: Grübeln fühlt sich an wie aktives Nachdenken, ist aber oft nur ein endloser Kreislauf, der Kraft kostet, ohne wirklich weiterzuhelfen.
Was hilft? Aus meiner Erfahrung mit meinen Kunden weiß ich: Es gibt Strategien, die das Grübeln reduzieren oder sogar stoppen können. Hier sind einige Ansätze, die ich immer wieder empfehle – und die nachweislich helfen:
1. Gedanken bewusst steuern
- Grübel-Stopp-Technik: Viele meiner Kunden berichten, dass es ihnen hilft, innerlich (oder laut) „Stopp!“ zu sagen, sobald sie merken, dass sie wieder grübeln. Das bewusste Umlenken der Gedanken ist oft der erste Schritt aus der Gedankenspirale.
- Gedanken hinterfragen: Ich frage meine Kunden oft: „Ist das, worüber du grübelst, wirklich realistisch oder hilfreich?“ Häufig führt allein diese Frage schon dazu, dass sich der Druck reduziert und eine neue Perspektive entsteht.
2. Struktur schaffen
- Grübel-Zeit festlegen: Eine Kundin erzählte mir, dass sie sich bewusst jeden Abend 15 Minuten Grübel-Zeit einplant. In dieser Zeit erlaubt sie sich, über ihre Sorgen nachzudenken – aber danach ist Schluss. Das gibt ihr das Gefühl, die Kontrolle über ihre Gedanken zurückzugewinnen.
- Schreiben statt Grübeln: Ich empfehle meinen Kunden oft, ihre Gedanken aufzuschreiben. Viele sind überrascht, wie sehr es hilft, Sorgen auf Papier zu bringen, anstatt sie immer wieder im Kopf kreisen zu lassen.
3. Den Körper einbeziehen
- Bewegung nutzen: Ein Kunde, der früher oft schlaflose Nächte wegen seiner Grübeleien hatte, hat für sich entdeckt, dass ein Spaziergang am Abend ihm hilft, seine Gedanken zu ordnen und abzuschalten.
- Achtsamkeit & Meditation: Viele meiner Kunden profitieren von kurzen Atemübungen oder Achtsamkeitstechniken. Besonders in stressigen Phasen hilft es ihnen, wieder im Moment anzukommen, anstatt sich in Grübeleien zu verlieren.
4. Aktiv handeln
- Konzentration auf Lösungen: Anstatt in Problemen steckenzubleiben, stelle ich meinen Kunden oft die Frage: „Was kannst du konkret tun?“ Die meisten sind überrascht, wie oft sie tatsächlich eine Handlungsmöglichkeit finden – selbst wenn es nur ein kleiner Schritt ist.
- Ablenkung finden: Eine Kundin von mir hat sich angewöhnt, beim Grübeln bewusst etwas zu tun, das ihr Freude macht – Musik hören, malen oder einen guten Podcast hören. Das hilft ihr, sich aus negativen Gedankenschleifen zu lösen.
5. Selbstfreundlichkeit entwickeln
- Gedanken nicht bekämpfen, sondern loslassen: Eine wichtige Erkenntnis, die viele meiner Kunden teilen, ist: Gedanken kommen und gehen – du musst nicht an jedem einzelnen festhalten. Stell dir deine Gedanken wie Wolken vor, die vorbeiziehen, anstatt sie zwanghaft loswerden zu wollen.
- Selbstmitgefühl üben: Ich erlebe oft, dass Menschen sich selbst für ihr Grübeln verurteilen. Doch je sanfter und verständnisvoller du mit dir selbst umgehst, desto leichter fällt es dir, die Kontrolle über deine Gedanken zurückzugewinnen.
Was sagst Du dazu?
Welche dieser Strategien hast du schon ausprobiert – und was hat dir am besten geholfen? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren! 😊👇