Vertraue Deinen Qualifikationen und Dir selbst!

Geschrieben von: . Lesezeit: 3 min

Die Arbeit los zu sein ist vor allen Dingen das Ende einer Beziehung, einer Arbeitsbeziehung. Ob nach einem halben Jahr oder nach einem langjährigen Berufsleben.

Hier geht eine Arbeitsbeziehung in die Brüche, in die Du viel Zeit, viel Energie und viel Liebe investiert hast.

Auf diese Arbeitsbeziehung hast du Deine Lebensplanung aufgebaut und diese Arbeitsbeziehung war der Grundstein für ein relativ sorgenfreies Leben.

Das ist vorbei, vergangen und vorüber.

Jetzt nagt an Dir der Selbstzweifel. Du fühlst Dich verletzt, ausgestoßen und minderwertig. Der letzte Rest von Selbstvertrauen wird in dem Augenblick zerstört, wo Dir die Kündigung bewusst wird und in der Regel durchläufst Du folgende Phasen:

1. Phase einer Kündigung: Nicht-Wahrhaben-Wollen und Verleugnen.
Du glaubst an einen bösen Traum.

2. Phase einer Kündigung: Aufbrechende Gefühle.
Du wirst überrollt von Deinen Gefühlen, bist verzweifelt, voller Angst, plagst Dich mit Selbstzweifeln. Du schläfst schlecht, isst nicht oder zu viel, bist voller Unruhe, hast Verstopfung, Kopf- oder Magenschmerzen, Herzrasen, usw. Du grübelst „warum nur?“ Du ziehst Dich von Freunden zurück oder flüchtest Dich in scheinbar sinnlose Aktivitäten.

3. Phase einer Kündigung: Neuorientierung.
So langsam siehst Du Land. Du kannst Dich wieder beschäftigen, Deine Wut und die Verzweiflung nehmen ab.

4. Phase einer Kündigung: Neues Gleichgewicht.
Du verspürst wieder Selbstvertrauen, verstehst weshalb die Arbeitsbeziehung zerbrach. Du siehst wieder eine Perspektive.

Was kannst bzw. solltest Du tun.

  • Gib Dir eine Art Schonzeit und lass die Trauer zu.

  • Glaube nicht, dass die Kündigung spurlos an Dir vorübergeht.

  • Gehe nicht auf Jobsuche. In dieser Phase signalisierst Du körpersprachlich eher Probleme als Lösungen.

  • Akzeptiere Deinen Schmerz.

  • Vermeide Alkohol, Tabletten oder sonstige Suchtmittel.

  • Gib Dir 14 Tage oder 4 bis 6 Wochen für die Schonzeit, je nach persönlichem Empfinden.

Erinnere Dich an Deine positiven Eigenschaften und Fähigkeiten.

Bei einer Kündigung verliert man seine persönlichen und fachlichen Fähigkeiten leicht aus den Augen. Du kannst aber noch immer addieren und ganze Sätze formulieren und Du kannst einen Bleistift anspitzen oder Dein Fahrrad besteigen und los fahren. Du bist also noch immer im Vollbesitz Deiner geistigen und körperlichen Begabungen.

Was Dir etwas abhandengekommen ist die wichtigste Komponente: DEIN WILLE.

Mache Dir bewußt: Arbeitslosigkeit hat mit Deiner Persönlichkeit und Deinen fachlichen Qualitäten gar nichts zu tun.

Erstelle einen Plan.

Nach maximal 6 Wochen „komm aus dem „Quark“.
Auch wenn Dir nicht danach zumute ist: Wirf einen Blick in Deinen Personalausweis. Da steht Dein Name und Du erblickst Dein Konterfei.

Da steht nichts von „ich bin arbeitslos“.

Also, Du bist der Verwalter Deines Lebens.

Denke daran:

Eine Kündigung ist das Ende einer Arbeitsbeziehung, nicht aber Deines Lebens.
Du kannst wieder produktiv werden.

Das Wort „Arbeit“ bedeutete im Mittelalter so viel wie „Mühsal“ und „Übel“. Noch heute handeln viele Arbeitnehmer nach dem Management-Prinzip „Robinson“: „Ich warte auf Freitag“.
Du bist endlich das „Übel“ und die „Mühsal“ los. Du hast alle Möglichkeiten der Welt, nutze sie.

Nur wenn Du mit Deinem Selbstwertgefühl im Reinen bist, ist das Gelingen der Jobfindung mehr als wahrscheinlich.


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Kommentare

  1. H.  Dezember 2, 2015

    hallo herr schmidt,
    wir kennen uns schon seit längerer zeit.
    wut, trauer, schmerz – 6 wochen.. tja, wenn es doch so einfach wäre. nach längerer krankheit und gefühlten x-hunderten von bewerbungen weiß ich im 3. jahr der arbeitssuche, nicht mehr was ich weiß und was ich kann. wer ich bin, das weiß ich allerdings noch. und wie geht es weiter? herzliche grüße, h.

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