Ohne Bewerbung direkt ans Ziel.

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So besetzt ein Arbeitgeber in der Regel freie Stellen.

  1. betriebsinterne Beförderung
  2. Aufgrund von Empfehlungen
  3. Virtuell mit social media
  4. Über eine Agentur
  5. Mit Hilfe von Stellenausschreibungen

Wie der folgende Artikel aus bento von Fabian Schmidt zeigt, ist es auch heute noch sinnvoll, den persönlichen Kontakt zu dem Unternehmen zu suchen und herzustellen.

Du erhöhst Deine Trefferquote zur Erlangung eines Vorstellungsgespräches um 82%, wenn Du bei der entsprechenden Firma persönlich vorstellig wirst. (Hausinterne Statistik mit unseren JobfinderInnen)

  • Hingehen,
  • gesehen werden,
  • Augenkontakt herstellen,
  • Persönlichkeit demonstrieren,
  • Selbstvertrauen beweisen.
  • Qualifikationen präsentieren

Wenn es Dir möglich ist, den ersten Punkt, betriebsinterne Beförderung, zu besetzen, hast Du weiterführend die Möglichkeit, Deine Qualifikationen, Talente und Fähigkeiten zu beweisen.

Im folgenden Artikel haben StudentInnen die Gunst der Stunde genutzt und aus einem Studentjob einen sozialversicherungspflichtigen Job gemacht.


Drei Berufseinsteiger verraten, wie sie aus ihrem Studentenjob in die Festanstellung gekommen sind

Sich neben dem Studium noch etwas dazuverdienen – für rund zwei Drittel der Studierenden ist das Alltag. Einige von ihnen haben auch gar keine andere Wahl: Wenn Bafög oder die Unterstützung der Eltern nicht ausreichen, muss ein Nebenjob her.

Manche gehen kellnern, geben Nachhilfe oder verdienen sich mit Babysitten etwas dazu – andere sammeln aber auch schon praktische Erfahrungen in ihrem zukünftigen Berufsfeld. Was, wenn einem der Job so gut gefällt, dass man den Arbeitgeber nach dem Ende des Studiums gar nicht verlassen will?

Ohne Bewerbung direkt ans Ziel: Drei Berufseinsteiger erzählen, wie sie es geschafft haben, ihre Chefs von sich zu überzeugen.

Welche Tipps haben sie? Was hat sich für sie verändert? Und wurden sie danach von ihren Kolleginnen und Kollegen trotzdem noch als „der Werkstudent“ wahrgenommen?

Clemens, 26: „Man sollte immer wieder nachfragen und sein Interesse bekunden“

Während meines Studiums in Geowissenschaften habe ich für mehr als zwei Jahre als Werkstudent bei einem Prüfdienstleister gearbeitet – den Sachverständigen zugearbeitet, Pläne erstellt und Daten gesammelt. Typische Aufgaben eines Werkstudenten.

Ich habe immer wieder nachgefragt, welche Qualifikationen ich mir noch aneignen sollte, um selbst als Sachverständiger anfangen zu können. Regelmäßig Feedback einfordern und zeigen, dass man sich weiterentwickeln möchte – das hat mir sehr geholfen.

Mein Chef gab mir dann Tipps, in welchen Projekten ich noch mitarbeiten sollte. Ich habe mich noch mehr reingehängt, auch mal Überstunden gemacht und am Ende hat es geklappt. Hartnäckigkeit hat sich in meinem Fall ausgezahlt.

Nachdem ich dann als Sachverständiger angefangen hatte, hatte ich aber manchmal das Gefühl, dass ich noch nicht ganz ernst genommen wurde. Aufgaben wurden auf mich abgewälzt, die eigentlich nicht mehr meiner Stelle entsprachen.

Ich musste den Kollegen klarmachen, dass ich jetzt nicht mehr der Werkstudent, sondern ein gleichberechtigter Mitarbeiter bin.

Trotzdem habe ich in vielerlei Hinsicht davon profitiert, dass ich mein Unternehmen schon kannte. Zu den Kolleginnen und Kollegen besteht ein enges Verhältnis, wir gehen auch mal nach Feierabend zusammen los. Barrieren fallen weg, dass man zum Mittagessen mitkommt, ist von Anfang an klar.

Mir hat es viel gebracht, ich bin viel schneller in der Arbeitswelt angekommen. Eine Kollegin, die etwa gleichzeitig mit mir in Vollzeit angefangen hat, aber vorher nicht als Werkstudentin tätig war, hatte es da schon schwieriger.


Amelie, 28: „Dank meinem Job als Werkstudentin habe ich erst die richtige Branche gefunden“

Während meines Masterstudiums in Medienwissenschaften konnte ich in verschiedenen Nebenjobs mehrere Branchen kennenlernen. So bin ich irgendwann als Werkstudentin bei einer Agentur gelandet, wo ich Teil des Content-Management-Teams für eine App war und ein neues spannendes Umfeld kennengelernt habe.

Nach einigen Monaten war mir klar: Das ist ein Werkstudentenjob, den ich zwar auf Dauer nicht 40 Stunden pro Woche machen möchte, aber es ging in die richtige Richtung.

Ich hatte Glück, denn meine Teamleiterin stellte mir ein Angebot für eine Festanstellung in Aussicht. Eine Überraschung:

Denn mein Studienfeld ist nicht unbedingt eines, in dem man einen Job hinterhergeworfen bekommt.

Doch ich lehnte ab – zunächst. Ein halbes Jahr Auszeit in Australien war fest eingeplant. Erst danach kamen die Agentur und ich wieder zusammen, die Personal-Verantwortliche hatte in meiner Insta-Story gesehen, dass ich wieder zurückgekehrt war. Einige Wochen später unterschrieb ich den Vertrag.

Auch wenn man so eine Chance geboten bekommt, finde ich es wichtig, eigene Prioritäten zu setzen. Klar, vielleicht kann die Chance dadurch vergehen. Aber ich habe auf meine Auszeit bestanden und das hat gut getan, so konnte ich befreiter in den Job starten und mir darüber klar werden, was ich wirklich möchte. Es hilft, sich vorher klar zu machen, was man von einem Job erwartet, und damit auch in die Verhandlungen zu gehen.

Timo, 33: „Sei dir bewusst, dass du in deiner neuen Position anders wahrgenommen wirst“

Während meines Studiums in Sportbusiness Management arbeitete ich als Aushilfe bei einem Turn-Verband in der Eventabteilung. In der Abteilung gab es keine freie Stelle, aber die Kollegin, die unter anderem die Buchhaltung führte, hatte nur noch ein Jahr bis zur Rente. Beim jährlichen Mitarbeitergespräch sprachen meine Chefin und ich dann über die Option, dorthin zu wechseln.

Noch während ich meine Bachelorarbeit schrieb, arbeiteten mich die Kollegen ein. Mein Tipp: sei flexibel und mute dir viel zu. Noch während ich das Studium beendete, ging ich auf 30 Stunden hoch. Nach Ende des Studiums habe ich dann direkt die Leitung der Finanzen übernommen.

Was sich seitdem geändert hat: Vorher habe ich unter den Kolleginnen und Kollegen gearbeitet, jetzt habe ich ein wachendes Auge über sie.

Das ist schon etwas anderes. Während vorher noch die Kolleginnen und Kollegen gezeigt haben, wie es richtig geht, bin ich jetzt derjenige, der zu ihnen geht und ihnen beispielsweise sagt, dass Rechnungen falsch sind. Ich glaube, das fühlte sich komisch für sie an. Das gibt aber nun einmal meine Position her.

Für mich persönlich ist es weniger ein Problem. Wenn ich mir noch bei einer Sache unsicher bin, kann ich meine Vorgängerin anrufen oder mich mit einer Kollegin besprechen.

Hätte ich nicht während meines Studiums hier gearbeitet, hätte ich wohl nie diese Stelle bekommen – ich bin ja eigentlich gar kein Buchhalter. Bei der Bewerbung in einem anderen Unternehmen hätte ich sicher keine großen Chancen gehabt. Da würden sich die meisten Chefs wohl nicht wohlfühlen, wenn da irgendwer, der gerade seinen Bachelor abgeschlossen hat, schon so mit den Zahlen herumhantiert.

Quelle: Bento.de


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Über den Autor:

Seit 1992 • kompetenter Marketingexperte (Kundenmarketing), • eloquenter Beziehungsmanager (Personalberater) • motivierender Seminardozent und • erfahrener Karriere Marshal. Wenn Du Deine Qualifikationen authentisch, kreativ und leidenschaftlich zum Nutzen eines Unternehmens anbieten willst, dann gib den entsprechenden Suchbegriff in der Blog-Suche ein.
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