Nie wieder ein Vorstellungsgespräch

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… und trotzdem den Job fürs Leben.

Die Hürde ist genommen, der Termin eines Vorstellungsgespräches rückt näher und in der Regel beginnt spätestens 2 Tage vor dem Termin der gemeine Selbstzweifel und die daraus resultierenden klappernden Beine.

Dein Kopfkino fängt an zu rattern und die knisternde Perforation raubt Dir den Schlaf und die benötigte Ruhe vor dem Sturm.

 Im Ernstfall kann beim Vorstellungsgespräch allerhand schief gehen:
Mit falscher Bescheidenheit bringst Du Dich um alle Chancen. Allzu forsches Auftreten kommt bei Mitarbeitern aus Personalabteilungen und bei künftigen Chefs aber auch nicht gut an.

Was tun, damit es mit dem Job klappt?

Stell Deine Strategie auf den Kopf. Du suchst nach einer Lösung und die besteht darin, Deine bisherigen Methoden zu verwerfen.

In den meisten Fällen hast Du 1 Vorstellungsgespräch in 1 Monat. Von diesem Vorstellungsgespräch hängt dann viel ab und Du machst Dir Gedanken darüber, wie Du am Ende des Gesprächs mit einem Vertrag wieder die Firma verlässt.

Falsch.

Ändere Deine Taktik und Deine Strategie.

Du gehst ab sofort
1. nie wieder zu einem Vorstellungsgespräch und
2. nicht mehr in ein Vorstellungsgespräch mit dem Ziel, einen Arbeitsvertrag zu bekommen.

2 Stressfaktoren hast Du theoretisch beseitigt. Damit Du auch praktisch einen Nutzen davon hast, erkläre ich Dir die Vorgehensweise und Du wirst sehen, Du kommst
1. schneller an einen Job und
2. wesentlich ruhiger durch den Gesprächstermin.

Der Reihe nach und zu Pkt. 1: „nie wieder ein Vorstellungsgespräch“.

In meinen Seminaren wird auf die Frage, ob der Begriff „Vorstellungsgespräch“ negativ oder positiv besetzt ist, meistens mit negativ geantwortet. Im Prinzip ist es weder das eine noch das andere, aber die Erfahrungswerte lassen diese Vermutung zu. Woher kommt das?

Der Begriff „vorstellen“ im Zusammenhang mit Jobsuche erzeugt in vielen Köpfen etwas demütigendes, abhängiges oder unterwürfiges. Beim Vorstellen fühlst Du Dich in einer Rolle der Abhängigkeit  und der Unfreiheit.

 Du weißt genau: die falsche Frage, der falsche Ton, die falsche Körperhaltung, das falsche Outfit – und schon bist Du auf der Verliererseite.
Der Personaler fragt und Du hast hoffentlich die richtige Antwort parat.

Mit dieser Einstellung bist Du permanent in einer defensiven Haltung und der Personaler muss die richtige Frage stellen um zu erfahren, ob er mit Dir eine Lösung einkauft oder ein Problem.

Auf den Punkt.
Begreife das Gespräch mit personalverantwortlichen Frauen oder Männern als Dialog, bei dem beide Seiten Fragen stellen und Antworten geben. Damit bist du in der Offensive und vermittelst den Personalverantwortlichen Deine Siegermentalität.

 Die Personalabteilung kauft am liebsten von Siegern.
Du übrigens auch. Beispiel gefällig?!?

Du schlenderst fröhlich vor Dich hin summend an die Käsetheke eines Supermarktes und möchtest Dich mit feinen Käsespezialitäten für das Wochenende eindecken.
Frohgemut beginnst Du die Kommunikation mit dem Käse-Verkäufer. Bei den ersten Sätzen des Verkäufers schwindet Deine gute Laune dahin.
Wie kommt’s?

Du merkst schon in den ersten Sätzen eine gewisse Inkompetenz des Verkäufers. Der scheint keinen Spaß an seinem Job zu haben und außerdem hat er auch keine Ahnung über Produkte und über Service schon sowieso nicht.
Solche Situationen begegnen Dir sehr oft und Du stellst Dir die Frage: „Warum machen mich solche Situationen so unzufrieden?“

Ich gebe Dir eine mögliche Antwort.
Weil Du, wie jeder Mensch, am liebsten von Siegern kaufst!

Was bedeutet das?
Wenn Du Dir ein Auto kaufst oder einen PC oder ein IPad oder ein Handy oder ein schickes Kostüm – Dein Kaufinteresse steigt, wenn Du einen Menschen vor Dir hast, der Dir das Gefühl vermittelt, das er weiß wovon er redet und der in Dir die Vermutung bestätigt, das er Dir weiter helfen kann.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Dein Kaufinteresse sinkt, wenn Du das Gefühl hast, Dein Gegenüber hat keinen blassen Schimmer von dem was er sagt und tut.

Also:

  • Stelle Dich ab sofort auf einen Job-Dialog ein.
  • Begegne dem Menschen auf gleicher Augenhöhe.
  • Du hast ihm was zu bieten und bittest um nichts.
  • Du bietest ihm Deine Qualifikation, Deine Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Nutzen seiner Abteilung und des ganzen Unternehmens an.

Wenn er Dich nicht jetzt einstellt, dann vielleicht in 2 Monaten. Auf alle Fälle hat er ein schlechtes Gewissen, wenn er Dich nicht einstellt.

 Es lebe der Job-Dialog mit der Sieger-Mentalität.

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Über den Autor:

Seit 1992 • kompetenter Marketingexperte (Kundenmarketing), • eloquenter Beziehungsmanager (Personalberater) • motivierender Seminardozent und • erfahrener Karriere Marshal. Wenn Du Deine Qualifikationen authentisch, kreativ und leidenschaftlich zum Nutzen eines Unternehmens anbieten willst, dann gib den entsprechenden Suchbegriff in der Blog-Suche ein.
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