Konflikte lösen? Mit Empathie!

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Mit der Leaf-Methode lassen sich Konflikte in wenigen Minuten lösen.

Vor Konflikten im Job ist niemand gefeit. Einige Probleme lassen sich jedoch recht schnell in den Griff bekommen – und zwar mit der Leaf-Methode. Ein Kommentar aus t3n digital pioneers

Dass Konflikte im Büro passieren, ist genauso normal wie Atmen. Jeder Berufstätige wird sich in seinem Arbeitsleben sicher nicht nur einmal mit einem Vorgesetzten, einem Mitarbeiter oder einem Kunden gezofft haben. Wenn Konflikte sich jedoch zu einem endlosen Streit hinziehen, liegt das oft daran, dass die Beteiligten nicht gelernt haben, mit den Augen des anderen zu sehen und mit den Ohren des anderen zu hören. Das ist jedoch eine Eigenschaft, die auch fernab des Berufes immer wichtiger wird. Empathie als Softskill dieses Jahrhunderts kann so manche persönliche oder berufliche Krise lösen.

Laut Angaben von Pollack Peacebuilding Systems — einem Beratungsunternehmen für Konfliktlösung aus San Francisco — sind Angestellte in US-Unternehmen pro Woche rund 2,8 Stunden in Streitigkeiten verwickelt. Das entspräche 319 Milliarden Euro bezahlter Arbeitsstunden, die nicht in die eigentliche Arbeit fließen, so die Experten. Auch wenn das eine sehr zahlenorientierte Sicht auf das Thema ist und man auch eine Bereitschaft zur Konfliktlösung in sich tragen sollte, die sich nicht gleich auf ökonomische Argumente beruft, taugt das Beispiel trotzdem, um darzulegen, wie unkonstruktiv viele Streitigkeiten werden können.

Konflikte lösen per Leaf: Mit Empathie voran!

Einen Ausweg bietet da die Leaf-Methode, auf die auch professionell ausgebildete Konfliktmanager gerne verweisen.
Das Akronym steht für:

  • „listen“ (zuhören),
  • „empathize“ (sich in jemanden einfühlen),
  • „apologize“ (sich entschuldigen) und
  • „fix“ (das Problem lösen).

Diese Methode ist vor allem für akute Auseinandersetzungen gedacht, die in der Regel auf falschen Interpretationen oder Wahrnehmungen basieren. Anders als Konflikte, die auf Differenzen mit Persönlichkeiten oder Kommunikationsstilen zurückgehen und die mehr als ein paar Minuten benötigen, um gelöst zu werden, lassen sich akute Unstimmigkeiten sehr schnell in den Griff kriegen.

Zuhören dürfte den meisten Menschen dabei wohl am schwersten fallen. Wer in einen Konflikt gerät, unterliegt meistens dem Impuls, sich zu verteidigen, anstatt dem Gegenüber die Möglichkeit zu geben, loszuwerden, was er oder sie zu sagen hat. Böse ausgedrückt könnte man jetzt meinen, da wird schlichtweg Ignoranz an den Tag gelegt. Vermutlich sind die meisten gar nicht ignorant, sondern fühlen sich einfach nur angegriffen und geraten in eine negative Abwehrhaltung. Zuhören ist wichtig – nicht etwa, um Gegenangriffe zu starten, sondern um zu verstehen, worum es dem Gegenüber wirklich geht.

„Empathie als Softskill dieses Jahrhunderts kann so manch eine persönliche oder berufliche Krise lösen.“

 

Nicht immer ist man der gleichen Meinung wie das Gegenüber. Vielleicht verfolgt man ganz einfach auch andere Ziele. Vielleicht gehen die Erfahrungen auch auseinander. Dennoch ist es wichtig, sich in die andere Person einzufühlen: Warum ist der streitbare Gegenstand der einen Person so wichtig? Und würde man nicht genauso reagieren, wenn man deren Brille aufsetzen würde? Sich diese Fragen zu stellen, hilft, sich einer gemeinsamen Lösung anzunähern. Nicht nur persönlich, um einen Konflikt beizulegen, sondern auch inhaltlich. Denn häufig muss das eine Ziel das andere gar nicht aushebeln.

Wichtig ist tatsächlich, dass die Streitenden sich auch eingestehen, wenn sie einen Fehler gemacht oder sich ungebührend verhalten haben, und die Größe besitzen, sich zu entschuldigen. Eine ehrlich gemeinte Entschuldigung und die Fähigkeit, zu verzeihen, sind die beste Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit. Entschuldigungen sind der Sekundenkleber des Lebens. Man kann so gut wie alles damit reparieren. Einzig und allein: Man muss bereit sein, sein eigenes Ego zu überwinden. Leider ist das ein Kraftakt, den nicht immer jeder schafft.

Wer die Leaf-Methode verinnerlicht hat, wird sich wesentlich weniger im Berufs- als auch im Privatleben aufregen. Und das alleine ist schon Grund genug, sich mit ihr zu beschäftigen. Denn das Ärgerliche an Streitigkeiten ist doch, dass man sich oft selbst schadet, ohne anderen zu nutzen.


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