Gib Deiner Arbeit einen Sinn

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Führst Du Deinen Beruf mit Leidenschaft, Begeisterung und Kreativität aus, oder – Ist Deine Arbeit eher ein chronologischer Ablauf funktionierender Abläufe?

Egal ob Du am Fließband stehst, ein Projekt leitest, einen Marketingplan erarbeitest oder ob Du als QM Beauftragter die Planung, Überwachung und Korrektur des Qualitätsmanagement-Systems überwachst.

Der Beruf, der Dein Leben bereichert, lebt vor allen Dingen von Deiner Begeisterung und Leidenschaft, Dinge und Arbeitsabläufe zu verändern, zu verbessern, zu ergänzen, zu variieren und dadurch Deine Lebensqualität bei der Arbeit zu verbessern.

Wenn Du nur funktionierst und Deine Persönlichkeit auf Funktionen reduzierst, wirst Du nie erleben, wie bereichernd ein Beruf sein kann, der Deine komplette Wahrnehmung und Persönlichkeit zum Einsatz bringt.
Menschen wollen Dinge verändern und Teil von etwas Größerem sein. Das gilt genauso für die  Arbeit. Das Sich-Identifizieren mit dem eigenen Job ist in den letzten Jahrzehnten ein immer wichtigerer Faktor für ArbeitnehmerInnen geworden – und im selben Maße für die Unternehmen.
Beantworte die folgenden Fragen und erkenne, ob Du Veränderungen in Deinem Job anschieben und sogar umsetzen kannst.

+ wer bist Du ? >> PERSÖNLICHKEIT <<
+ was kannst Du ? >> QUALIFIKATION <<
+ was begeistert Dich ? >> TALENT <<
+ wem kannst Du dabei helfen ? >> VERANTWORTUNG <<
+ was ändert sich dadurch ? >> SINN <<

Bedeutung von Sinn im Job

Sinn – ein großes Wort, freilich. Im Kontext der Arbeit heißt es jedoch vor allem: Sinn in dem zu finden, was Du tust, ebenso wie Sinn im Leben zu erfahren. Es bedeutet, eine gute zeitliche Balance zwischen Job und Freizeit gestalten. Sinn im Job bedeutet jedoch auch, dass Du mit Deiner Tätigkeit etwas bewirkst, für Dich und für andere. So subjektiv dieses Gefühl auch sein mag, so klar sind die tatsächlichen Zahlen: Für knapp 40 Prozent der deutschen arbeitenden Bevölkerung ist laut einer Umfrage von McKinsey und Ashoka mangelnde Sinnhaftigkeit mittlerweile ein klares Ausschlusskriterium für einen Job.

Wie erfahren wir mehr Sinn in dem, was wir wochentäglich (und vielleicht auch darüber hinaus) tun? Das kommt auf den Grad des Frusts an – vier Schritte, von einfach bis radikal.

Vier Schritte zu mehr Sinn im Job

Orientieren
Das große „Was mach ich hier bloß?“, steht meist ebenso frusterfüllend wie bedeutungsleer im Raum. Was genau stört, was fehlt und was als erfüllend erfahren wird, ist eine ganz persönliche Frage. Wichtig ist, sich ihr zu stellen. Inspiration dazu gibt es etwa auf der Imagine-Konferenz (oder zumindest der Webseite). Einen Überblick über Ideen, Unternehmen und Möglichkeiten des Engagements gibt es auch auf Goodimpact.org.

Weiterbilden
Den Beruf auf Lebenszeit gibt es nicht. Diese Einsicht zeichnet sich für die meisten bereits in den ersten Jahren der Berufstätigkeit ab: viele Wechsel, sowohl der Arbeitgeber, als auch von frei in Festanstellung. Meist liegt die vermeintliche Unruhe auch an der eigenen Entwicklung, den eigenen Zielen und Wünschen. Damit daraus nichts Unerreichbares und damit Frustrierendes wird, müssen neue Fähigkeiten, unternehmerische „skills“, her, die weit über die klassischen Weiterbildungsangebote hinausgehen, zum Beispiel über das Collective Leadership Institute.

Ausprobieren
Wer zu dem Schluss kommt, dass es vor allem um den Sinn der Tätigkeit geht, jedoch unsicher ist, ob er sich tatsächlich eine Karriere im nachhaltig-sozialen Sektor vorstellen kann, sollte sich die Ausschreibungen von Proboneo genauer ansehen. Hier suchen Sozialunternehmer, Organisationen und Initiativen Fachleute, die sie mit speziellen Fähigkeiten unterstützen. Proboneo übernimmt die Koordination zwischen Arbeitgeber und Projekt – und macht daraus eine Fortbildungsmaßnahme. Als „Executives in Residence“ können Unternehmen ihren Managern die gleiche Erfahrung bieten.

Wechseln
Für Festentschlossene gibt es mittlerweile spezialisierte Jobvermittlungen, die Stellen aller Alters- und Karrierestufen im nachhaltigen oder sozialen Sektor zu vergeben haben. Anbieter wie talents4good.org sind immer auf der Suche nach Wechselwilligen und begleiten den Übergang. Wer eine gute eigene Idee hat, kann ihre Marktfähigkeit im Social Impact Lab erproben, das an immer mehr Standorten in Deutschland Gründern hilft, ihre sozial-innovativen Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Hinter den eingangs genannten Beispielen stecken übrigens reale Menschen: Dirk Müller-Remus gründete Auticon, die erste Beratungsfirma, die Menschen mit Autismus als Softwaretester vermittelt, als er bereits einen Teil seiner erfolgreichen Managementkarriere hinter sich hatte und durch seine zweite Ehe einen autistischen Stiefsohn bekam. Dr. Fiona Brunk baut derzeit im „Brennpunkt“ Berlin-Wedding eine Schule „für hervorragende Lebensperspektiven“ auf, nachdem sie ein Jahr als Aushilfslehrerin für Teach First in jenem Brennpunkt gejobbt hatte. Und Nina Jäcker ist nun nicht mehr Top-Juristin beim WDR, sondern Geschäftsführerin von „Deutschland rundet auf“.


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