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Wertschätzende Kommunikation beim Vorstellungsgespräch.

10 Fehler,
die Du beim Vorstellungsgespräch vermeiden solltest.

Das US-Karriereportal CareerBuilder hat 2595 Personalchefs nach ihren Erfahrungen in Bewerbungsgesprächen befragt. Und danach, was Sie gar nicht mögen. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf den Lebenslauf oder die Antworten auf die Fragen an, sondern vielmehr auf das Auftreten.
Das WIE ist ausschlaggebender als das WAS.
Das WAS wirkt absolut glaubwürdiger WIE Du es sagst.

Das sind die zehn größten Sünden im Vorstellungsgespräch:

  1. Kein Augenkontakt (67 Prozent)
  2. Kein Lächeln (39 Prozent)
  3. Mit etwas auf dem Tisch spielen (33 Prozent)
  4. Eine schlechte Körperhaltung (30 Prozent)
  5. Herumzappeln im Stuhl: (30 Prozent)
  6. Arme vor der Brust verschränken (29 Prozent)
  7. Mit den Haaren spielen (27 Prozent)
  8. Kraftloser Händedruck (21 Prozent)
  9. Zu starkes Gestikulieren (11 Prozent)
  10. Zu kräftiger Händedruck (7 Prozent)

Kommunikation beim Vorstellungsgespräch

Aktives Zuhören ist eine Ausdrucksform
der „wertschätzenden Kommunikation“

  • Geduld haben
  • Ausreden lassen
  • Mit der eigenen Meinung zurückhaltend sein
  • Nachfragen bei Unklarheiten
  • Wertfrei zuhören
  • Pausen einhalten
  • Auf eigene Gefühle achten
  • Empathie
  • Die Gefühle des Anderen erkennen und ansprechen
  • Nonverbales Zeigen der Aufmerksamkeit
  • Zugewandte Körperhaltung
  • Blickkontakt halten
  • Vorwürfe und Kritik nicht persönlich nehmen
  • Wertschätzung für Vertrauen
  • Achtsamkeit für die eigenen Worte und Gedanken
  • Offenheit für andere Gedankenwelten.

Wertschätzende Kommunikation beinhaltet neben dem akkustischen Zuhören, auch das inhaltliche Erfassen.
Ein aktiver Prozess, zu dem die aufgeführten Punkte gehören.


Sammel weitere Aspekte zum Vorstellungsgespräch


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Beliebte Alternativen zur Gehaltserhöhung

Nicht jeder Vorgesetzte kann seinen Mitarbeitenden mehr Gehalt bieten – vor allem in der Coronakrise kämpfen Unternehmen um ihre Liquidität. Und selbst wenn sie doch kommt: Aufgrund von Steuern und Sozialabgaben kommt schlussendlich immer nur ein Teil der Gehaltserhöhung bei den Angestellten an. Wer bereits mehrfach um mehr Gehalt gebeten hat, regelmäßig gegen verschlossene Türen läuft und trotzdem nicht wechseln will, kann auch steuer- und sozialabgabenfreie Extras wie ein Notebook oder ein Smartphone-Vertrag verhandeln. Unter Umständen können diese Sonderleistungen mehr einbringen als ein höheres Bruttomonatsgehalt oder eine einmalig ausgezahlte Prämie. Zudem kann der Arbeitgeber die Extras abschreiben.

Ein Beispiel von Finanztest macht das deutlich: Ein gesetzlich versicherter Alleinstehende mit Steuerklasse I und 3.500 Euro Bruttomonatsgehalt würde von einer Sonderzahlung in Höhe von 1.500 Euro nur 745 Euro netto ausgezahlt bekommen. Kauft der Arbeitgeber dem Angestellten jedoch ein Notebook für 1.300 Euro, das er oder sie auch privat nutzen darf, erhält der Mitarbeiter das Gerät steuerfrei zum eigentlich Lohn dazu. Pauschal betrachtet müsste das Unternehmen für den Rechner rund 25 Prozent, also 325 Euro abführen, spart dabei jedoch einiges an Sozialabgaben. Für die Beschäftigten  heißt das also: ein Gerät für 1.300 Euro statt einmalig 745 Euro auf dem Konto. Das kann sich unter Umständen lohnen.

Aber aufgepasst. Auch wenn derartige Extras über kurz oder lang die privaten Ausgaben mindern, sollten Arbeitnehmer dennoch darauf achten, dass das Gehalt sich regelmäßig weiterentwickelt. Denn: Steuerfreie und sozialabgabenfreie Extras fließen nicht in die Berechnung eines eventuell zeitweise beanspruchten Arbeitslosengelds oder der späteren Rente ein. Dessen muss sich jeder Arbeitnehmer bewusst sein. Hier findest du deshalb noch zusätzlich Tipps für deine nächste Gehaltsverhandlung.

Auch vom Arbeitgeber übernommene Jobtickets, Yogakurse oder Kitabeiträge können monatlich für Entlastungen und somit für mehr Geld in der Brieftasche sorgen. Die Zeitschrift Finanztest hat Anfang des Jahres einige Extras zusammengetragen, nach denen Mitarbeiter fragen und die Chefs und Chefinnen steuerfrei gewähren können. Vor allem kleinere und weniger bekannte Unternehmen, denen es schwerer fällt, Fachkräfte zu gewinnen, lassen sich gerne auf derartige Nebenleistungen ein. Quelle


Welche Extras das sind siehst Du hier:

Tipp 1: „Monats- oder Jahres­fahr­karten, die der Arbeit­geber beim örtlichen Verkehrsunternehmen vergüns­tigt erwirbt und unentgeltlich oder verbilligt an seine Mitarbeiter weitergibt, müssen nicht als Arbeits­lohn versteuert werden. Der Vorteil blieb bis Ende 2018 nur steuer- und sozial­abgabenfrei, wenn monatlich die Frei­grenze von 44 Euro nicht überschritten wurde. Vorsicht: Auch andere Sachbezüge zählten dabei mit. Das wurde zu Jahresbeginn 2019 geändert. Seitdem können Sachbezüge, etwa Essens­gutscheine, zusätzlich zum Jobti­cket steuerfrei ausgegeben werden.“

Tipp 2: „Firmen können viel reisenden Arbeitnehmern eine Bahncard auch zur privaten Nutzung steuerfrei überlassen. Voraus­setzung: Der Mitarbeiter setzt diese grund­sätzlich für dienst­liche Fahrten ein und die Anschaffung der Bahncard erfolgt aus eigenbetrieblichem Interesse. Das ist der Fall, wenn während der Gültigkeits­dauer der Bahncard die Preis­nach­lässe für Dienst­reisen die Kosten für die Bahncard über­steigen oder beim Kauf der Bahncard davon auszugehen war.“

Tipp 3: „Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern bis zu 2.600 Euro steuer- und sozialabgabenfrei leihen. Bei höheren Darlehen muss die Differenz aus dem marktüblichen Zins­satz (abzüglich vier Prozent Bewertungs­abschlag) und dem gezahlten Effektivzins versteuert werden. Zu der Steuer­pflicht kommt es nur, wenn der monatliche Zinsvorteil – zusammen mit anderen Sachbezügen – die Frei­grenze von 44 Euro über­steigt.“

Tipp 4: „Für Mitarbeiter ist der Firmenwagen ein schöner Bonus, für Chefs ein beliebtes Instru­ment, Führungs­kräfte zu binden. Die Über­lassung zur rein beruflichen Nutzung ist steuer- und sozialversicherungs­frei. Darf der Dienst­wagen auch privat genutzt werden, muss der Mitarbeiter seinen geldwerten Vorteil monatlich mit einem Prozent des Bruttolistenpreises versteuern oder mit Fahrten­buch abrechnen. Bei Elektro­autos, die seit 1. Januar und bis Ende 2021 ange­schafft oder geleast werden, müssen sie statt 1,0 Prozent nur 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises je Monat als geldwerten Vorteil versteuern.“

Tipp 5: „Zahlt der Chef zusätzlich zum Gehalt 0,30 Euro pro Entfernungskilometer, wenn der Mitarbeiter sein privates Auto für die täglichen Fahrten zur Arbeit nutzt, oder über­nimmt er die Heim­fahrten bei doppeltem Haushalt, braucht der Arbeitnehmer dafür keine Steuern und Sozial­abgaben leisten. Das gilt auch für einen Zuschuss zu öffentlichen Verkehrs­mitteln. Die Firma muss den Zuschuss mit 15 Prozent versteuern.“

Tipp 6: „Ob Coaching, Master- oder Intensiv­sprach­kurs – Fortbildungs­kosten können Chefs steuer- und sozialabgabenfrei, zusätzlich zum Arbeits­lohn, sponsern. Allerdings achtet das Finanz­amt darauf, dass die Weiterbildung zu einer verbesserten Einsatzmöglich­keit des Mitarbeiters führt. Hat sie keinen Bezug zur konkreten Tätig­keit oder zu einem Positions­wechsel, liegt steuer­pflichtiger Arbeits­lohn vor.“

Tipp 7: „Für Angestellte kann der Chef die Kinder­gartenbeiträge bezahlen, ohne dass der Arbeitnehmer das zusätzliche Geld versteuern und Sozial­abgaben darauf zahlen muss. Der Chef darf Beiträge für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung in Krippe, Kinder­garten oder Kita über­nehmen. Der Steuerbonus gilt aber nur für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Der Zuschuss wird zusätzlich zum Lohn gezahlt.“

Tipp 8: „Erhalten Mitarbeiter von ihrem Chef betriebliche Kommunikations­geräte wie Notebook, PC oder Smartphone verbilligt oder kostenlos zu privaten Zwecken und zusätzlich zu ihrem normalen Gehalt, versteuert der Chef pauschal 25 Prozent, Arbeitnehmer zahlen keine Steuern. Dafür behält der Chef den Kauf­beleg und regelt gegebenenfalls Gewähr­leistungs­ansprüche wie Reparatur oder Umtausch.“

Tipp 9: „Bis zu 600 Euro pro Jahr darf die Firma steuerfrei für Dienst­leister wie Pfleger oder Babysitter bezahlen, die Kinder unter 14 Jahren oder pflegebedürftige Angehörige kurz­fristig betreuen. Das geht aber nur bei Notfällen, wenn etwa der Mitarbeiter sonn­tags einspringen muss. Dann kann der Chef Tagesmutter oder Pflegekraft bezahlen – auch wenn die kurz­fristige Betreuung zu Hause erfolgt.“

Tipp 10: „Begüns­tigt sind betriebliche Gesundheits­maßnahmen und Kurse, die von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden, wie Yoga, Stress­bewältigung oder Raucher­entwöhnung. Alle Leistungen, mit denen der allgemeine Gesundheitszustand verbessert wird, sind für Mitarbeiter bis zu 500 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei. Gesundes Kantinen­essen zählt auch dazu.“

Du hast weitere Tipps? Dann lass es unsere JobFinderInnen wissen und trage sie in die Kommentarliste ein – Danke.


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Recruiterin sucht einen Job

Eine Recruiterin sucht einen neuen Job,
muss sich  wieder bewerben und erlebt hautnah,
wie es sich anfühlt, auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen.

Beim Vorstellungsgespräch ist nur ein Assistent anwesend, das Stellenprofil ist unrealistisch und verschwommen, abgegriffene Fragen bestimmen den Dialog, die Wertschätzung gegenüber den Bewerbern fehlt, niemand hat den Lebenslauf gelesen und zum Abschied wird einem noch eine Beleidigung hinterhergeschmissen.

Das findest Du unrealistisch? Ist es leider nicht.
Diesen kurzen Artikel hat Celine Stobutzki auf LinkeIn gepostet und bekam daraufhin innerhalb von 24 Stunden ca 4000 Besuche und knapp 700 Kommentare.


Perspektivwechsel! ☺️In den letzten drei Wochen war ich auf Jobsuche. ??‍?

Eine sehr aufreibende, zeitgleich lehrreiche Zeit, da es definitiv ein Perspektivwechsel war und nochmal zum Nachdenken angeregt hat. ???‍♀️

Denn jetzt war ICH die Bewerberin.
➡️? Daraus habe ich folgende Learnings gezogen auf die ich (weiterhin) im Recruiting achten möchte:

? Wir sind alle nur Menschen. Recruiter, Bewerber, Vorgesetzte. Am wohlsten habe ich mich in Gesprächen auf Augenhöhe gefühlt. Dieses Gefühl möchte ich auch Bewerbern in Prozessen mit mir geben.

? Liebe Recruiter, spielt mit offenen Karten. Für Bewerbende geht es um viel Lebenszeit, die sie in eurem Unternehmen verbringen werden. Transparente und ehrliche Kommunikation ist der Schlüssel für eine zukünftig gute Zusammenarbeit.

? Vereinbarungen einhalten. Sowohl während des Prozesses als auch später in den Vertragsverhandlungen: wir müssen zu unserem Wort stehen. Schon kleine Versprecher können zu Missverständnissen führen. Sich einen Tag später als vereinbart bei Kandidaten zu melden ist für einige von uns vielleicht ein „Oh Mist, jetzt hab ich es heute nicht mehr geschafft. Erledige ich morgen.“ Für Kandidaten hat es einen weitaus emotionaleren Hintergrund.


Fazit:

? Das Vorstellungsgespräch ist ein unmenschlicher Kommunikationsprozess und geschieht selten auf Augenhöhe.

? Die Kommunikation ist unehrlich und spielt mit versteckten oder falschen Tatsachen.

? Worthalten ist nicht die Regel.

Bei einem Vorstellungsgespräch läßt sich viel über die Unternehmensphilosophie oder das Leitbild des Unternehmens erkennen.

Erfahre mehr über Beispiele von Vorstellungsgesprächen und wie Du im Vorstellunsgespräch agieren solltest.


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Es gibt sie – Jobs.

Diese Branchen suchen Mitarbeiter

Während in der Coronakrise viele Bereiche des Lebens still liegen und Menschen um ihre berufliche Existenz bangen, herrscht andernorts Hochbetrieb. Händeringend werden Menschen gesucht, die aushelfen können. Online-Portale helfen dabei, schnell Arbeitskräfte zu vermitteln. Ein Überblick.

Geschäfte und Restaurants müssen schließen, Veranstaltern brechen Aufträge weg, Fabriken fehlen Zulieferungen für ihre Produktion. Die Coronakrise legt viele Bereiche der Wirtschaft lahm. Deswegen haben 470.000 Unternehmen in Deutschland inzwischen Kurzarbeit angezeigt.

Doch es gibt auch die andere Seite: In den Branchen, in denen weitergearbeitet werden kann und muss, ist dermaßen viel zu tun, dass teils händeringend Leute gesucht werden. Ein Überblick:

Supermärkte
Landwirtschaft
IT & Telekommunikation
Gesundheitssektor
Pharma & Medizintechnik


Supermärkte

„Eine der größten Herausforderungen im Lebensmittelhandel besteht aktuell darin, ausreichend Personal für Logistik, Verkauf und Warenverräumung zur Verfügung zu haben“, sagt Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland (HDE) mit Blick auf die Coronakrise. Die Unternehmen der Branche seien deshalb dringend auf der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Allein Aldi Süd hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen bereits rund 2.200 Teilzeitkräfte eingestellt. Dabei profitierte das Unternehmen – ebenso wie Aldi Nord – auch von der Zusammenarbeit mit McDonald’s. Der Burger-Riese vermittelte dem Discounter eigene Mitarbeiter, die wegen der Ladenschließungen nicht benötigt wurden.

Konkurrent Lidl stockte seine Teams in den Filialen und Lagern ebenfalls auf. „Sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene finden Kooperationen mit Unternehmen statt, die ihre Mitarbeiter in der aktuellen Situation nicht beschäftigen können“, berichtete eine Lidl-Sprecherin.

Die Supermarktkette Rewe spricht nach eigenen Angaben zurzeit Gruppen wie Studenten an, die von der Schließung der Hochschulen betroffen sind. Zudem stehe Rewe im Kontakt mit Unternehmen, deren Mitarbeiter derzeit in Kurzarbeit seien – etwa aus den Bereichen Gastronomie, Touristik oder Textilien, berichtete ein Unternehmenssprecher. Gesucht würden zeitlich befristete Hilfskräfte. Mehrere Tausend Helfer hätten sich bereits gemeldet.

Landwirtschaft

Rund 300.000 Saisonarbeiter kommen normalerweise auf Deutschlands Felder, um Obst, Gemüse und Wein zu ernten. Nun werden es wegen der Reisebeschränkungen viel weniger sein. Immerhin sollen im April und Mai jeweils 40.000 Saisonkräfte aus Osteuropa unter Auflagen einreisen dürfen, wie am Donnerstag beschlossen wurde. Erntehelfer können auch länger sozialversicherungsfrei arbeiten – statt wie bisher 70 Tage sind jetzt 115 Tage möglich.

Mehrere Online-Plattformen helfen bei der Vermittlung, um überhaupt noch Saisonarbeiter zu finden. Der Bauernverband und der Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) bieten diesen Service jetzt kostenlos an. Auf einem anderen Portal der Landwirtschaftskammern meldeten sich binnen Tagen bereits rund 1.000 Interessierte.

Hier die Vermittlungsportale im Überblick:

IT & Telekommunikation

Techniker der Telekommunikationsbetreiber arbeiten mit Hochdruck daran, die Infrastruktur am Laufen zu halten, denn Internet und Telefon sind gefragter denn je.

Der Branchenverband Bitkom rechnet trotz der hohen Nachfrage nach den Dienstleistungen mit einer konjunkturellen Eintrübung der IT- und Telekommunikationsbranche. Das liegt auch am Fachkräftemangel. Ende 2019 seien bereits 124.000 IT-Stellen unbesetzt gewesen, erklärte ein Bitkom-Sprecher. Diese Zahl habe sich in den vergangenen beiden Jahren mehr als verdoppelt. Mit einer Trendwende durch die Coronakrise wird nicht gerechnet. Bei der Deutschen Telekom seien aktuell keine neuen Einstellungen geplant, sagte ein Sprecher.

Gesundheitssektor

Auch in deutschen Krankenhäusern verschärft die Coronakrise eher ein altes Problem: Schon vorher hätten sie Stellen von etwa 17.000 Pflegekräften und 3.500 Ärzten nicht besetzen können, sagt ein Sprecher der Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG).

Die gute Nachricht: Weil die Kliniken wegen der großen Belastung durch die Pandemie planbare und nicht lebensnotwendige Behandlungen verschoben haben, ist Personal frei geworden. Vor allem um Ärzte und Pflegerinnen, die die Branche verlassen haben, werben die Kliniken jetzt. Sie gehörten zur wichtigsten Zielgruppe der Job-Kampagnen. „Es werden zudem vermehrt Mitarbeiter rekrutiert, die sich derzeit in Altersteilzeit oder Elternzeit befinden beziehungsweise schon in Rente sind.“

Dramatisch ist das Bild, das die DKG zeichnet, allerdings nicht: Noch stiegen die Patientenzahlen nicht übermäßig, auch seien noch nicht allzu viele Mitarbeiter selbst infiziert und fielen daher aus.

Auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat noch keinen großen Ansturm an Corona-Patienten verzeichnet – „vor allem von solchen mit Bedarf an Intensivtherapie“. Deutlich problematischer sei die Situation in der stationären Altenpflege. „Hier gab es bereits vor der Krise einen gravierenden Fachpersonalmangel, der sich jetzt durch Krankheitsausfälle, Quarantänen noch verstärkt“, sagte Verbandssprecherin Johanna Knüppel. „Zudem müssen Betreuungsaufgaben vermehrt geleistet werden, die sonst oft auch Angehörige erbringen.“

Pharma & Medizintechnik

Pharmaunternehmen fahren derzeit Sonderschichten und arbeiten „unter vollem Einsatz ihrer Möglichkeiten“, berichtet der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller. Man tue alles, um in Zeiten hoher Nachfrage die Medikamentenproduktion zu sichern. „Arzneimittel werden immer benötigt – unabhängig von der Coronakrise“, betont auch der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Die Arzneifirmen erhöhten in Zeiten großer Nachfrage die Produktionskapazitäten, was auch beim Bedarf an Beschäftigten zeitverzögert spürbar werden könne.

Der Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa) geht von stabilen Beschäftigtenzahlen in der Branche aus, sagt Präsident Han Steutel. „Die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland haben gerade alle Hände voll zu tun, Impfstoffe gegen Corona zu entwickeln und Medikamente, die dagegen wirken könnten, zu liefern.“ Quelle


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Welche rechtlichen Regeln gelten im Homeoffice?

In der Coronakrise erlauben immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz oder teilweise von zuhause zu arbeiten. Doch welche rechtlichen Regeln gelten im Homeoffice? Was müssen Arbeitnehmer beachten, was Arbeitgeberinnen leisten?
Kaja Keller klärt auf. Sie ist Rechtsanwältin bei der Berliner Kanzlei Gansel Rechtsanwälte. Sie ist auf Arbeits-, Versicherungs- und Bankrecht spezialisiert.

Frau Keller, darf mich mein Arbeitgeber bei der Heimarbeit kontrollieren, etwa in Form von regelmäßigen Anrufen oder Besuchen?

Kontrolle ist zwar ein starkes Wort, aber der Arbeitgeber hat sehr wohl das Recht zu kontrollieren. Nämlich, ob auch wirklich die vereinbarte Zeit gearbeitet wurde. Aber das darf der Arbeitgeber ja auch, wenn der Arbeitnehmer im Büro arbeitet. Hier gibt es also gar keinen Unterschied. Dass der Arbeitgeber anruft, sollte auch im normalen Maße stattfinden. Insgesamt denke ich, dass hier auf den normalen Menschenverstand zurückgegriffen werden sollte. Die meisten Arbeitgeber haben gar nicht die Zeit, um ständig Kontrollanrufe zu machen. 

Und wenn doch?

Vertraue ich als Arbeitgeber meinem Arbeitnehmer nicht hinreichend, dann sollte ich mich nicht auf eine Homeoffice-Lösung einlassen. Aber dann muss ich mich in letzter Konsequenz ebenso fragen, ob ich mit diesem Mitarbeiter länger zusammenarbeiten kann und will. Regelmäßig bei Ihnen im Homeoffice aufkreuzen darf der Arbeitgeber allerdings nicht. Grundsätzlich ist die Wohnung ein privater Ort, an dem der Arbeitgeber nur mit Ihrer Zustimmung Zugang hat. Eingeschränkt wird dies durch die Verpflichtung des Arbeitgebers, sicherzustellen, dass der Arbeitsplatz der Arbeitsstättenverordnung genügen muss. Um allerdings den Arbeitsplatz in Augenschein nehmen zu dürfen, muss der Arbeitgeber sich bei Ihnen ankündigen und genau diesen Zweck angeben. Sie müssen dem Arbeitgeber daher einmalig in Ihr Arbeitszimmer lassen. Aber das ist auch alles, was der Arbeitgeber von der Wohnung sehen muss und darf. 

Die Arbeitsstättenverordnung gilt also auch in meinem Wohn- oder Arbeitszimmer?

Ja, die Arbeitsstättenverordnung gilt auch in Ihrem Arbeitszimmer. Diese Verordnung dient ja dem Schutz des Arbeitnehmers und verliert ihre Gültigkeit nicht, wenn man von zu Hause arbeitet. Wichtig ist nicht wo, sondern dass gearbeitet wird. Und dann muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass sicher gearbeitet wird. Zum Beispiel, dass Kabel keine Stolperfallen sind, dass der Arbeitsplatz nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet ist, dass die Hygiene stimmt und der Datenschutz eingehalten wird. Ihr Wohnzimmer hat mit der Arbeit ja nichts zu tun, deshalb gilt die Arbeitsstättenverordnung hier nicht. Haben Sie eine Arbeitsecke in Ihrem Wohnzimmer, so gelten die Bestimmungen der Verordnung für diesen Bereich und den Weg dorthin.

Wenn ich mich mit meinem Arbeitgeber auf Homeoffice geeinigt habe, muss er mir dann das dafür notwendige Arbeitsmaterial bereitstellen, etwa Telefonkosten und Schreibblöcke zahlen?

Es kann eine vertragliche Vereinbarung zu Homeoffice geben, die von beiden Seiten unterschrieben worden ist. Das kann man als eine Art Ergänzung zum Arbeitsvertrag betrachten. In dieser Vereinbarung sollte geklärt werden, welche Arbeitsmaterialien der Arbeitgeber bereitstellt (Laptop, Büromaterialien, Möbel) und welche Kosten der Arbeitnehmer eventuell monatlich geltend machen kann (Internetzugang, Telefonanschluss, Strom, Heizung, Reinigung). Auch sollte hier die tägliche Arbeitszeit mit einer Kernerreichbarkeit und die Dokumentation der geleisteten Stunden geregelt sein.

Darf ich beim Arbeiten von zu Hause nebenbei die Wäsche aufhängen?

Solange Sie wirklich Ihre vereinbarten Stunden arbeiten, sehe ich im Wäscheaufhängen zwar kein Problem, aber man muss als Heimarbeiter schon sehr konsequent sein. Man muss sich auf seine Arbeit konzentrieren und auch stringent arbeiten. Alles, was ich neben meiner Arbeit erledige, ist meine Freizeit. Wenn ich also wirklich meine Wäsche zehn Minuten lang aufhänge, dann muss ich diese zehn Minuten später nacharbeiten. Das muss man im Blick haben und auch wirklich tun.

Das neuartige Virus Covid-19 zwingt manche Unternehmen, ihre Teams ins Homeoffice zu schicken. Wie klappt die Umstellung – und das möglichst schnell? Gründer geben Tipps.

Die Gefahr bei solchen Dingen ist, dass zwischendurch nur kurz etwas erledigt wird und dann nachbearbeitet werden muss. So hat der Arbeitstag aber gefühlt kein Ende. Das sehen wir als Arbeitsrechtler natürlich als eine Gefahr, denn das Arbeitszeitgesetz gibt hier klare Regeln vor. Und wenn ich als Arbeitgeber dulde, dass mein Arbeitnehmer länger arbeitet als vereinbart, dann verstoßen beide Parteien unter Umständen gegen das Arbeitszeitgesetz oder kommen in die verzwickte Lage, dass eventuell über Überstunden diskutiert werden muss. Mit anderen Worten: Hält man sich nicht strikt an die Vereinbarung, wird es für beide Seiten kompliziert.

Wie sieht es mit der Kinderbetreuung aus?

Die Betreuung des Kindes sehe ich eher kritisch. Kinder verlangen je nach Alter deutlich intensivere Aufmerksamkeit, als man ihnen schenken kann, wenn man gleichzeitig arbeiten soll. Denn die Pflicht des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsvertrag ist, in voller Konzentration zu arbeiten. Dem steht die Sorgepflicht fürs Kind gegenüber. Eine solche Lösung halte ich generell nicht für sinnvoll und bezweifle, dass sie allen Beteiligten wirklich gerecht wird. Sicherlich kann man mal sein Kind zu Hause haben, wenn es krank ist, und trotzdem arbeiten. Aber einer solchen grundsätzlichen Lösung würde ich als Arbeitgeber eher nicht zustimmen. 

Was passiert, wenn ich mich im Homeoffice verletze, gilt das als Arbeitsunfall?

Hier muss ich eine typische Anwaltsantwort geben: Es kommt darauf an. Geht der Arbeitnehmer von einem Außentermin zu seinem Arbeitsplatz im Homeoffice und verletzt sich dabei, dann ist das ein Arbeitsunfall. Geht der Arbeitnehmer aber in die Küche oder zur Toilette, dann ist das kein Arbeitsunfall mehr. Daher würde ich auch alle nicht zum Arbeitsbereich gehörenden Tätigkeiten unterlassen. Dazu würde für mich auch das oben erwähnte Aufhängen der Wäsche zählen.

Muss ich für meine Kolleginnen und Kollegen immer erreichbar sein, wenn ich im Homeoffice arbeite?

Der Arbeitnehmer muss zu den Kernarbeitszeiten natürlich genauso erreichbar sein, als wenn er im Büro arbeiten würde. Darüber hinaus muss der Arbeitnehmer nicht erreichbar sein – würde er ja auch nicht, wenn er das Büro verließe. Hier gibt es also keinen Unterschied.

Muss ein Arbeitgeber zum Beispiel bei Kundenbesuchen separate Räume zur Verfügung stellen?

Da sich das Homeoffice in einer privaten Wohnung befindet, kann der Arbeitgeber auch nicht darüber bestimmen, dass Kunden dort empfangen werden müssen. Daher muss er als Alternative ein Büro oder einen Konferenzraum zur Verfügung stellen. Kann er dies nicht und der Arbeitnehmer möchte in seinem Homeoffice keine Kunden empfangen, so muss der Arbeitgeber damit leben, dass man sich in einem Café oder Restaurant trifft. Das ist natürlich auch davon abhängig, wie viel Privatsphäre für das Treffen gewünscht oder benötigt wird. Wenn der Arbeitnehmer einen Kunden im Homeoffice empfangen möchte, so ist das seine eigene Entscheidung.

Übrigens: Zwar fällt durch Heimarbeit der Pendelstress weg, der Grad an Selbstbestimmung steigt. Sie hat aber auch ihre Nachteile: Im Schnitt leisten Heimarbeiter 5,6 Überstunden pro Woche. Zum Vergleich: Bei den Büro-Kollegen sind es nur 2,9 Überstunden wöchentlich. Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen Eurofound und die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen kamen in einer Studie von 2017 außerdem zu dem Schluss, dass Menschen im Homeoffice häufiger krank sind. Sie schlafen schlechter und sind gestresster. In Deutschland gibt es kein Gesetz, nach dem Arbeitgeber verpflichtet sind, ihren Angestellten das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen.

Dieses Interview ist im Mai 2019 im Gründerszene New Work Report erstmals veröffentlicht worden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie und den damit verbundenen Homeoffice-Regelungen in Startups und anderen Firmen veröffentlichen wir es in Teilen erneut. Quelle


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